Für Unternehmen

Implementierungspartner für KI: Modell, Ablauf, Anforderungen

Sie führen die Kundenbeziehung, wir liefern Lösung und technische Tiefe: Wie die Arbeitsteilung aussieht, warum jede Partnerschaft mit einem Pilotprojekt beginnt und was vorher schriftlich geklärt wird.

Für wen dieses Modell gedacht ist

Implementierungspartner sind Unternehmen mit eigenem Kundenstamm, die KI- und Automatisierungslösungen bei diesen Kunden einführen und betreuen wollen, ohne die Lösung selbst zu entwickeln und dauerhaft weiterzuentwickeln. In der Praxis sind das vor allem Digital- und Prozessagenturen, IT-Dienstleister und Systemhäuser mit mittelständischen Bestandskunden, Unternehmensberatungen mit Prozessschwerpunkt sowie Software- und ERP-Partner, die bei ihren Kunden ohnehin an den relevanten Datenquellen sitzen.

Der gemeinsame Nenner ist eine bestehende Kundenbeziehung. Genau die ist der Wert, den ein Partner einbringt – und der Grund, warum dieses Modell für beide Seiten funktioniert: Vertrauen lässt sich nicht kurzfristig aufbauen, Produktentwicklung nicht nebenbei betreiben.

Die Arbeitsteilung

BereichPartnerOnterion
KundenbeziehungFührt das Verhältnis, verhandelt, rechnet abTritt auf Wunsch im Hintergrund auf
AnforderungsaufnahmeNimmt Prozesse beim Kunden aufBewertet technische Machbarkeit und Datenlage
Lösung und ArchitekturEntwickelt, betreibt und pflegt die Lösung
Einführung und SchulungFührt Rollout und Anwenderschulung durchStellt Material bereit, unterstützt beim ersten Rollout
SupportErste Anlaufstelle für AnwenderfragenZweite Ebene für technische Fälle
WeiterentwicklungMeldet Bedarf aus der PraxisPriorisiert und setzt um

Diese Aufteilung ist ein Ausgangspunkt, kein Dogma. Partner mit eigener Entwicklungsmannschaft übernehmen mehr, Partner mit reinem Beratungsprofil weniger. Was im konkreten Fall gilt, halten wir schriftlich fest, bevor der erste gemeinsame Kunde startet.

Vom Pilotprojekt zum Rollout

  1. Kennenlernen und Eignungsprüfung. Ein Videocall zu Kundenstamm, Branchen, technischem Profil und Erwartungen. Beide Seiten sagen offen, was sie nicht leisten wollen.
  2. Gemeinsames Pilotprojekt bei einem Ihrer Kunden. Klein geschnitten, mit definierten Abnahmekriterien und engem Austausch. Hier zeigt sich, ob die Zusammenarbeit trägt – für beide Seiten.
  3. Auswertung und Partnervereinbarung. Was lief gut, wo hakte es, welche Aufgabenverteilung passt tatsächlich? Erst danach werden Konditionen und Zuständigkeiten schriftlich festgelegt.
  4. Skalierung. Weitere Kunden, wachsende Eigenständigkeit des Partners, regelmäßige Abstimmung zu Roadmap und Praxisrückmeldungen.

Wir starten bewusst nicht mit einem Rahmenvertrag über viele Seiten. Ein Pilotprojekt sagt mehr über eine Partnerschaft aus als jede Absichtserklärung.

Was Sie mitbringen sollten

  • Bestehende Kundenbeziehungen im Mittelstand oder in einer klar umrissenen Branche.
  • Die Fähigkeit, Prozesse beim Kunden aufzunehmen und Erwartungen realistisch zu steuern.
  • Technisches Grundverständnis für Schnittstellen, Datenquellen und Berechtigungen – nicht zwingend eigene Entwicklungskapazität.
  • Verbindliche Kommunikation, auch wenn etwas nicht läuft.
  • Einen bewussten Umgang mit Kundendaten und Vertraulichkeit.

Was Onterion beisteuert

  • Die Lösung und deren Weiterentwicklung, inklusive technischer Zweitlinie im Support.
  • Eine Machbarkeitseinschätzung vor der Zusage an Ihren Kunden – damit Sie nichts versprechen, was wir nicht halten können.
  • Begleitung beim ersten Rollout, damit Ihr Team den Ablauf einmal in der Praxis mitgeht.
  • Material für Schulung und Anwenderdokumentation.
  • Schriftlich fixierte Partnerkonditionen, feste Ansprechpartner und kurze Wege.

Vertrag, Konditionen und Datenschutz

Partnerkonditionen vereinbaren wir schriftlich, bevor ein gemeinsamer Kunde startet – Zahlen ohne Kenntnis von Umfang und Rollenverteilung zu nennen, wäre nicht seriös. Ebenso schriftlich geregelt werden Vertraulichkeit und der Umgang mit Kundendaten: Wer ist gegenüber dem Endkunden Verantwortlicher im Sinne der DSGVO, wo werden Daten verarbeitet, welche Vereinbarungen zur Auftragsverarbeitung sind nötig? Diese Fragen klären wir zu Beginn und nicht, wenn der Kunde sie stellt. Eine Rechtsberatung ist diese Darstellung nicht.

Typische Stolpersteine

Aus der Praxis: Projekte geraten selten an der Technik ins Stocken. Sie geraten ins Stocken, wenn beim Endkunden niemand verantwortlich ist, wenn der zu automatisierende Prozess in Wirklichkeit gar nicht festgelegt ist, wenn die Datenlage schlechter ist als angenommen – oder wenn im Vertrieb mehr zugesagt wurde, als das Projekt tragen kann. Woran Projekte konkret scheitern und wie sich das vermeiden lässt, beschreibt der Beitrag zu KI-Projekten im Mittelstand. Den allgemeinen Rahmen unserer Zusammenarbeit – Modelle, Ablauf, gegenseitige Erwartungen – finden Sie unter Zusammenarbeit. Wenn Sie als Einzelperson und nicht als Unternehmen einsteigen möchten, ist der Weg als KI-Freelancer der passendere.

Allgemeine Darstellung des Partnermodells; keine Rechtsberatung. Stand: Juli 2026.

Häufige Fragen

Muss ich eigene Entwickler haben?

Nein. Entwicklung und Betrieb der Lösung liegen bei Onterion. Partner mit eigener Entwicklungskapazität können mehr übernehmen, notwendig ist es nicht. Wichtiger sind Prozessverständnis und die Fähigkeit, Anforderungen beim Kunden sauber aufzunehmen.

Wie startet eine Partnerschaft konkret?

Mit einem Kennenlerngespräch und einem gemeinsamen Pilotprojekt bei einem Ihrer Kunden. Erst nach der Auswertung dieses Piloten legen wir Konditionen und Zuständigkeiten schriftlich fest – ein Rahmenvertrag vorab sagt über die Zusammenarbeit wenig aus.

Wer hat den Kundenkontakt?

In der Regel Sie. Sie führen die Kundenbeziehung, verhandeln und rechnen ab; wir treten auf Wunsch im Hintergrund auf. Bei technischen Fällen unterstützen wir in der zweiten Ebene, auch gemeinsam im Termin, wenn das gewünscht ist.

Gibt es Gebiets- oder Branchenexklusivität?

Das besprechen wir im Einzelfall. Pauschale Zusagen machen wir nicht, weil sie ohne Kenntnis des jeweiligen Marktes wenig wert sind. Was vereinbart wird, steht anschließend schriftlich in der Partnervereinbarung.

Wie werden Partner vergütet?

Über schriftlich fixierte Partnerkonditionen, deren Ausgestaltung von der Rollenverteilung abhängt – je nachdem, wie viel Anteil an Anforderungsaufnahme, Rollout und Support beim Partner liegt. Konkrete Zahlen nennen wir im Gespräch, nicht pauschal auf einer Webseite.

Klingt nach Ihrem Profil?

Stellen Sie sich kurz vor – wir melden uns auch dann, wenn gerade kein Projekt passt.

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